Home  Druckversion  Sitemap 

Zucht

Für die Zucht sollten folgende Voraussetzungen erfüllt werden

 

--Die Fische sollen ein normales Fress- und Schwimmverhalten zeigen.
--Nur der Art entsprechende und am intensivsten gefärbte Fische wählen.
--Deformationen von Körper oder Flossen werden nicht geduldet.

 

Die Paarung  

  

Wenn man die oben genannten Dinge beachtet, steht einer Zucht nichts mehr im Wege. Die Cichliden des Malawisees laichen nach der Eifleckmethode ab.

Das Männchen umschwärmt ein laichbereites Weibchen mit gekrümmtem Körper und heftigen Zitterbewegungen.

Die Farbenpracht der Fische, vor allem beim Männchen, kommt in dieser Phase enorm zum Ausdruck.

Beim Weibchen sieht man den Laichansatz sehr gut an der Verdickung der Bauchgegend.

Durch das Werben des Männchens erscheint beim Weibchen immer mehr die Legeröhre am Ende des Bauches.

Das Männchen lockt nun das Weibchen an eine ganz bestimmte Stelle, die er für das Ablaichen vorgesehen hat.

Manchmal buddelt er eine Laichgrube in den Sand.

Wenn das Weibchen in Stimmung gebracht ist, beginnt das Schauspiel.

Das Männchen präsentiert heftig zitternd seine Eiflecken an der Afterflosse.

Das Weibchen meint das dies Eier sind, die es mit dem Mund aufnehmen sollte.

In dem Augenblick legt das Weibchen tatsächlich ein Ei ab. 

Nach einer halben Drehung vom Männchen und Weibchen wird das Ei befruchtet. Die Aftergegend des Männchens ist dann genau über dem Ei und wird vom Samen überspült.

Nach einer weiteren halben Drehung der beiden, wird das befruchtete Ei vom Weibchen in den Mund genommen und dort in den meisten Fällen 21 Tage ausgebrütet. Von da her kommt das Wort (Maulbrüter).

Das Weibchen kann so etliche Eier in den Mund aufnehmen.

Nach drei Wochen entlässt das Weibchen schon fertig entwickelte Junge, die aber bei Gefahr noch eine gewisse Zeit in den Mund der Mutter flüchten

können.

Das Weibchen muss vor dem Freilassen der Jungen natürlich in ein Becken separiert werden, so dass sie die Jungen in Ruhe freilassen kann. Sie werden sonst von den anderen Mitbewohnern gefressen.

 

 

Fotos einer Paarung von Aulonocara baenschi orange ( Fotos: Lemi Hacioglu )

 

 

lemi1.JPG

           

lemi2.JPG

 

lemi13.JPG

 

 

Nachdem das Weibchen die Jungen aus dem Mund entlassen hat, brauchen diese sofort Futter. Am Anfang eignen sich hierzu selber zum Schlüpfen gebrachte Artemia Nauplien (Salinenkrebschen), die es in manchen Zoofachgeschäften auch in gefrorener Form gibt. Bei weiter zunehmendem Wachstum besteht die Nahrung aus Cyclops und zerriebenen Spirulina enthaltenden Futtertabletten oder feinem Flockenfutter aber auch kleinere Cichlidensticks gehören dann zum Speiseplan.